Polizei zur Spritzen-Attacke in Gelsenkirchen

Mädchen geht es “den Umständen entsprechend” gut

Weitere Details zur mysteriösen Spritzenattacke
Ein unbekannter Mann soll eine 13-Jährige in Gelsenkirchen mit einem Messer bedroht und ihr dann eine noch unbekannte Substanz gespritzt haben. Bevor der Täter floh, habe er noch “Nummer sechs” gesagt, erklärte die Polizei. Die Schülerin wurde dabei verletzt. Die Polizei hat jetzt weitere Details zu der mysteriösen Spritzen-Attacke bekanntgegeben. Dem Mädchen gehe es “den Umständen entsprechend” gut, sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel auf einer Pressekonferenz.

Immer noch unklar, was in der Spritze war
Gegen 9.00 Uhr wurde die Schülerin demnach angegriffen und von dem Mann mit einem Messer bedroht. Das Mädchen spürte die Injektion und hatte offenbar auch “Ausfallerscheinungen”. Welche, wollte die Polizei nicht weiter ausführen. Die Schülerin konnte aber selbstständig an einem Haus klingeln und Hilfe suchen.

Ein Anwohner brachte das Mädchen dann in ein Krankenhaus. Die Schülerin sei zwar verletzt, aber ihr gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie werde zur weiteren Beobachtung auch vorerst in der Klinik bleiben, sagte Grauwinkel. Man habe sie bereits befragen können. Welcher Stoff ihr injiziert wurde, werde derzeit noch untersucht. Die Identifizierung des Stoffes sei aber sehr schwer.

Bislang keine Hinweise auf weitere Opfer
Der Täter hatte bei seiner Flucht “Nummer sechs” zu dem Mädchen gesagt. Dies ließe möglicherweise auf weitere Opfer schließen, so die Polizei. Welche weiteren Worte der Täter an das Mädchen richtete, ließen die Beamten unbeantwortet.

Man halte die Aussagen des Mädchens für glaubhaft. “Nach jetzigem Ermittlungsstand müssen wir davon ausgehen, dass sich die Tat tatsächlich so ereignet hat”, so Grauwinkel.

Zur Zeit seien keine ähnlichen Fälle in Gelsenkirchen oder im Umkreis bekannt, so der Sprecher. Man habe potentielle weitere Opfer gebeten, sich zu melden. Bislang sei das aber ohne Erfolg geblieben. Man solle nicht in Panik geraten, sagte der Sprecher weiter.

Polizei konnte Helfer ausfindig machen
Die Polizei hat eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet und hat bereits einige Hinweise erhalten. Dadurch habe man bereits auch den Mann identifizieren können, der das Mädchen nach der Tat in ein Krankenhaus brachte. Weitere Details zu Hinweisen nannte die Polizei nicht. Eventuell werde noch ein Phantombild des Täters angefertigt.

So wird der Täter beschrieben
Das Mädchen hat den Täter wie folgt beschrieben:

30 bis 40 Jahre alt
1,80 bis 1,90 Meter groß
schlank, große dunkle Augen mit dicken buschigen Augenbrauen
Er sprach akzentfrei Deutsch
Er trug eine schwarze Marco-Polo-Winterjacke mit Fellkapuze, ein schwarzes T-Shirt und Sweatshirt, eine schwarze Jeans, einen schwarz-weiß karierten Schal und schwarze Fila-Turnschuhen. Zudem hatte er weiße Handschuhe an und eine schwarze Bauchtasche dabei
Die Ermittler suchen Zeugen und bitten mögliche weitere Geschädigte, sich umgehen bei der Polizei unter der Rufnummer 209 365-7510 (Kriminalkommissariat 15) oder 0209 365-8240 (Kriminalwache) zu melden.